Schlagwort: nervig

Die nervigsten Pinnwand-Einträge bei Facebook

Gegen „Guten Morgen, Welt!“ und „Gehe jetzt ins Bett.“ auf der Pinnwand

„Warum müssen die schlimmsten Langweiler immer das stärkste Mitteilungsbedürfnis haben?“ (Gundel Gaukeley)

Wenn die populären Teenager-Proleten, „die Außenseiter“ auf ihr Profil einen Satz posten, klicken noch debilere Jugendliche sofort auf „gefällt mir“, aus Verzückung, dass die überhaupt etwas geschrieben haben. Beispiel: Einer ihrer letzten Postings war:

„Was für ne Hitze, LECK MICH AM ARSCH!!!!“

Und das Ding bekamm direkt 2689 „gefällt mir“ und 454 Kommentare.

„Du sollst nicht Deine Freunde langweilen“ sollte eigentlich die oberste Regel bei der Beschriftung der Facebook-Pinnwand sein. Wie bei einem Buch oder einer Zeitschrift heißt es, an die Leser denken. In dem Fall an Deine Freunde. Und die sind durch Meldungen wie „Es ist Montag“ oder „Guten Morgääähn“ nur gelangweilt und genervt. Es ist allen Menschen auf der ganzen Welt vollkommen scheißegal, wann ihr morgens aufsteht und wann ihr abends ins Bett geht. Es interessiert niemanden.

Selbstverständlich sind das noch nicht alle nervigen Pinnwand-Einträge. Fotos von Essen mit dem Kommentar „Mjam“ drunter sind genauso nervig wie „Es ist Montag.“, „Juchhu, Freitag!“ (als ob wir den Wochentag nicht wüssten), „endlich Feierabend!“, „Scheiß-Wetter“ und die Youtube-Musikvideo-Dauerposter – hier will ich die nervigsten Beiträge sammeln und bin auf Eure Hilfe angewiesen. Bitte postet in die Kommentare welche Facebook-Einträge Euch nerven, die besten (bzw. schlechtesten) nehme ich hier in den Artikel auf.

Let’s go:

Die nervigsten Pinnwand-Einträge bei Facebook:

– Bald is Wochenende!!!!!!!

– So, muss jetzt gleich zum Sport

– Halt, stop! Jetzt reicht es! (ein Frauentausch-Zitat, übel.)

– Bahn verpasst, Mist.

– hahahahahahahahahahahaha hahahahahahahahahahah ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh haaaaaaaaaaaaaaaaaa

– Schau nach, wer Dein Profil besucht hat

– XY wird an Sommer 2015 teilnehmen

– Vergiss nie,das Leben ist kurz, also brich alle Regeln, vergib schnell, küsse bedächtig, liebe ehrlich, LEBE, und lass niemals zu dass Du das Lachen verlernst. Mach kaputt, was Dich kaputt macht. Poste dies an alle Menschen die Du im Jahr 2015 nicht verlieren möchtest (auch an mich wennst magst). Bekommst Du mehr als 3 zurück, hast Du ein großes Herz…

Und natürlich die ganzen Hoaxes. Man ist immer so derbe enttäuscht, wenn man die liest, denn man hätte die Freunde ja für bedeutend schlauer gehalten, als dass sie irgendeinen Mist ungeprüft einfach weiter posten:

– WICHTIG !!! Sag mal bitte allen Leuten in Deiner Liste dass Sie den Kontakt mit XXXXXXXXX XXXX nicht annehmen sollen, das ist ein Virus. Der zerstört Dir die Festplatte und zieht sich die Daten runter. Wenn ihn einer Deiner Kontakte erwischt, bist Du auch betroffen, weil er sich durch die Liste frisst, also kopiere das und setze es an Deine Pinnwand.

– A C H T U N G ! ! ! Jemand der sich XXXXXX XXXXX nennt, stellt Kindern Freundesanfragen hier bei FB. Ergibt sich als 12-jähriger …aus, ist aber in Wirklichkeit ein 48 jähriger Pädophiler ! ! ! Er ist polizeibekannt, also bitte Achtung !!!!!!!!! …BITTE KOPIEREN UND WEITERGEBEN…

– ACHTUNG AN ALLE: Auf Facebook ist ein ABC-Video im Umlauf, das Video zeigt Will Smith in einer rosa Badehose, angeblich eingestellt von seiner Ex. Es ist ein VIRUS! Bitte schnell posten, weil es sehr schnell zirkuliert, danke. …Kam auch gerade im Radio…. und im Videotext von Pro7 und Kabel1 und RTL!

– Wichtig!!! Wichtig!!! Für alle!!! Gerade im Fernsehn gezeigt: Tretet bei Facebook auf keinen Fall der Gruppe mit dem Namen „Loverboy“ bei.“ Es handelt sich um eine Gruppe von Zuhältern, welche versuchen, Kindern zu sich zu locken ! Bitte kopiert diesen Status als Euren, so dass jeder es lesen kann ! DRINGEND!!!!

An Schlaf ist nicht wirklich zu denken

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Reisebericht Köln – Hamburg

Um 3 Uhr morgens bin ich endlich fertig mit Packen für mein über 3-monatiges erneutes Abenteuer und um 6 Uhr muss ich schon wieder raus, um mich zum Bahnhof zu schleppen. Die vierstündige Fahrt nach Hamburg werde ich ja wohl nutzen können, um noch ein bisschen vor Amtsantritt zu schlummern.

Doch im nicht sehr voll besetzten Abteil, steigt zuerst mal ein Pärchen ein, dass zwar reservierte Plätze hat, sich aber, weil diese nicht nebeneinander sind, auf die freien Plätze hinter mir setzt. Der Mann stinkt unglaublich nach Salami. Ich wusste gar nicht, dass Salami stinken kann, aber dank Mr. Salami weiß ich, dass es noch etwas nervtötenderes als Leberwurstbrotduft im Zugabteil gibt.

An Schlaf ist nicht wirklich zu denken. In Wuppertal steigt dann eine ältere Dame ein, steuert schnurstracks auf Mr. Salami zu und sagt, „Entschuldigung, aber das ist mein Platz.“ Freude! Hoffnung! „Ja, ich weiß, aber müssen Sie da sitzen?“ fragt Mr. Salami. Ja, bitte bitte, sie muss, sie muss einfach. Zum Glück will sie unbedingt da sitzen und da das Salami-Pärchen nicht auseinander sitzen will rückt es auf die Sitze auf der anderen Seite des Ganghes. Bringt nicht viel, der Duft weht trotzdem konsequent über den Fluss herbei. Doch erneut naht Rettung, denn auch dort ist ein Platz besetzt. Also beschließt das Pärchen sich zu trennen. Nur räumlich selbstverständlich. Die Frau bleibt sitzen und der Salami-Mann setzt sich neben die ältere Frau. Oh Shit.

An Schlaf ist nicht wirklich zu denken. Doch nach 15 Minuten räumlicher Trennung hält es das wohl frisch verliebte Fleischwaren-Pärchen nicht mehr aus, geht und findet einen gemeinsamen Platz weiter hinten im Abteil. Der Wurstgeruch lässt nach und ich will gerade einen weiteren Versuch starten, ein zu schlummern, da kommt schon der nächste Fahrgast, um der älteren Dame Gesellschaft zu leisten. Dummerweise sucht er das Gespräch mit ihr, denn er ist gerade auf dem Weg nach – verdammt – Hamburg, wo sich gerade 40,000 Zeugen Jehovas treffen und er kommt
gerade von Mannheim, wo sich auch 27,000 Zeugen Jehovas, darunter viele Russen, getroffen haben und alles sei so wunderbar, denn schon Jesus habe gesagt, dass dies und jenes und Wahnsinn.

An Schlaf ist nicht wirklich zu denken. Als die ältere Frau ihm dummerweise auch noch offenbart, dass ihr Mann letztes Jahr gestorben ist, hat er sie und fängt eine Predigt über Plätze im Himmel an und wie sie leben müsse, um ihn wieder zu sehen, und dass Gott und Jesus ja so toll seien und alles wunderbar und gut wird.

Finde ich auch. Nämlich wenn der gute Zeuge Jehovas auf die 40,000 Harley Davidson Rocker trifft, die auch gerade in Hamburg sind.

Die Müdigkeit kommt und letztendlich schaffe ich es fast, die Augen zu
schl… „Die Fahrkarten, bitte!“

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Als auch die Schaffner-Attacke vorbei ist, haben wir einen weiteren Zwischenstopp hinter uns. Nun steigt ein lautes Pärchen ein, dass in einer Sprache brabbelt, die so verrückt klingt, wie noch nichts, was ich je gehört habe. Irgendein asiatisch angehauchtes Finnisch. Oder irgendeine Eskimo-Sprache. Allerdings sieht das Paar aus wie Bayern. Sie rauschen wild brabbelnd an meinem Sitz vorbei und hindern mich weiter am Schlaf. „Järkis dommoldo gefappen brunsti brunsti tscherggemol die kommokommokommo do do do!“ – „Ei, flugg die fämbel knettere dängsiboms
die beil gekuntern die fliegen flagen jällis kostemoigna griggliwigli.“ – Und zack waren sie an mir vorbei gerauscht. Einige Sekunden Ruhe, dann rauschen sie wieder wild gestikulierend und vogonische Gedichte rezitierend zurück an mir vorbei.

Das Spiel wiederholt sich ein paar Mal, der Sinn entschließt sich mir nicht. Aber an Schlaf ist nicht wirklich zu denken. Endlich setzen sie sich, doch nach einer Viertelstunde springt wieder der Mann auf, rauscht in der Fantasiesprache labernd an mir vorbei – obwohl die einzige, die ihn versteht auf ihrem Sitz bleibt. Den räumlichen Abstand macht er eben durch Lautstärke wett, kommt mit drei schweren Koffern zurück und setzt sich wieder auf den Platz.

15 Minuten später, trägt er die Koffer wieder zurück. Da ich absolut keinen Sinn in deren Handlung entdecken kann, schlussfolgere ich, dass es nur die menschliche Logik nicht begreifen kann und die beiden Außerirdische sind. Daher auch die komische Sprache. Wahrscheinlich sind sie gerade auf dem Weg von Mannheim nach Hamburg – ich wusste gar nicht, dass es auf Alpha Zentauri auch Zeugen Jehovas gibt.

Aber jetzt ist ja alles klar und die Müdigkeit ist mittlerweile so groß, dass mich nicht mehr aufhalten w… – „Personalwechsel! Die Fahrkarten, bitte!“

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